Wissenswertes rund um die Bierkultur

Das richtige Zapfen

Im Himmel gibt’s kein Bier, drum trinken wir es hier. Heinrich Heine

Halten Sie das Glas schräg an den Zapfhahn und öffnen Sie dann erst den Hahn. Der erste kräftige Schaum muss sich zunächst absetzen, dann kann mehrmals nachgezapft werden, bis sich eine schöne feste Schaumkrone gebildet hat. Alt und Kölsch lassen sich relativ zügig zapfen, Pils dauert etwas länger. Keinesfalls aber sieben Minuten, wie es die Legende behauptet, sondern nur rund drei Minuten.

Das zügig gezapfte Pils schmeckt in jedem Fall besser als das "Sieben-Minuten-Pils".

Sie werden es deutlich spüren: Beim langsam gezapften Pils geht sehr viel natürliche Kohlensäure verloren, das Bier schmeckt schal.

Wenn doch mal was schief läuft:
Oberstes Gebot: Ruhe bewahren! Viele Störfaktoren können dafür verantwortlich sein, wenn das Bier mal nicht so läuft wie es soll. Die folgende Übersicht soll Ihnen helfen, die Ursache rasch zu finden und zu beseitigen.

Das Bier läuft nicht
Mögliche Gründe:

    Das Fass ist leer.
    Die Bierleitung ist verstopft (z. B. durch Gummibällchen).
    Die Bierleitung ist geknickt.
    Die Bierleitung ist eingefroren.
    Der Keg-Zapfkopf ist falsch zusammengebaut.
    Die Kohlensäureflasche ist leer.
    Der Kohlensäuredruck ist zu gering.
    Die Lippenventile im Bierfänger sind verklebt, deswegen gelangt keine Kohlensäure in das Fass.
    Die Kohlensäureleitung ist undicht (Überprüfung mit Seifenlauge).

Das Bier läuft trüb
Mögliche Gründe:

    Die Bierleitungen oder Armaturen sind nicht sauber.
    Das Bier ist zu kalt.
    Das Bier erwärmt sich in der Leitung.
    Die Schankanlage hat zuviel CO2-Druck.

Das Bier schäumt zu stark
Mögliche Gründe:

    Das Bier ist zu warm.
    Die Gläser sind zu warm.
    Das Bier erwärmt sich in der Leitung.
    Das Bier wird aus der Leitung gequetscht, d. h. der Hahn wird beim Zapfen nicht ganz geöffnet.
    Der Keg-Zapfkopf ist falsch zusammengebaut.
    Die Bierleitung ist geknickt.
    In den Leitungen ist Belag von Bierstein (Reinigung!).
    Das Bier fließt zu schnell.
    Der Kohlensäuredruck ist über längere Zeit zu hoch gewesen, das Bier ist daher aufkarbonisiert.
    Kohlensäuredruckmindererventil ist defekt oder verstellt.
    Kohlensäuredruck ist zu niedrig, die biereigene Kohlensäure entbindet zu Gasblasen, welche beim Kompensatorhahn zu Schaumbildung führen.

Das Bier schäumt zu wenig
Mögliche Gründe:

    Das Bier ist zu kalt.
    Das Bier fließt zu langsam.
    Die Gläser sind nicht sauber
    Der Kohlensäuredruck ist über längere Zeit zu niedrig gewesen.
    Die Kohlensäureleitungen sind zu klein dimensioniert.
    Die Kohlensäurezufuhr wird unterbrochen.

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